Geschmack und Duft = Erinnerung?

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Da stehe ich in Neuburg an der Donau und beiße in eine Feuerwurst und schwupps bin ich wieder 14 und auf einem Vereinsfest meines früheren Sportvereins…….das ist nun weder gut noch schlecht, aber doch sehr erstaunlich.
Meine Familie war in meiner Jugend sehr aktiv in besagtem Verein. Ich habe Handball gespielt und war auch fleißig beim Geräteturnen. Das darf man sich jetzt nicht so leistungsorientiert vorstellen wie das heute oft so ist, sondern wirklich als Freizeitbeschäftigung. Ich hatte in beiden Sportarten nicht so viel Talent, dass ich irgendwie aus der Masse heraus gestochen hätte und außerdem hatte ich so wenig Selbstvertrauen, dass mir das auch ziemlich unangenehm gewesen wäre. Also immer schön Mittelmaß und ja nicht auffallen. Aber was hat nun das mit der Feuerwurst auf dem Weihnachtsmarkt in Neuburg an der Donau zu tun? Nun ja, der Geschmack der Wurst erinnerte meine Geschmacksnerven sofort an die roten Würste bei den Vereinsfesten in meiner Jugend und da Geschmacks- und Geruchsempfindungen ( diese nur teilweise) schnurstraks über unser limbisches System, dem ältesten Teil unseres Gehirns, bewertet und gespeichert werden ohne irgendwelche rationalen Gedanken zu Rate zu ziehen, kommen da manchmal so Dinge zustande, dass man plötzlich wieder als unsichere 14 jährige da steht und sich fragt ob der auffällige Schal eine gute Idee war. Das ist ja nun in dieser Situation nicht wirklich schlimm und unser Gehirn schaltet sich auch fluggs wieder ein und der Schal ist wieder in Ordnung. Wenn das aber bei einer wichtigen Verhandlung passiert oder in einem Moment in dem höchste Konzentration gefordert ist? Kann man sich da schützen? Ich bin der Meinung, das geht. Man kann die Gerüche und Geschmäcker auch in positivem Sinn einsetzen, so dass sie und besonders stark oder konzentriert machen und man kann mit seiner Vergangenheit Frieden schließen und Routinen bilden, so dass wir von solchen Dingen nicht mehr aus unserer Mitte vertrieben werden.
Zum Lernen oder zum Vorbereiten von Vorträgen hat sich eine Mischung aus den Düften von Zitrone, Grapefruit und Lavendel sehr bewährt. Darüber hinaus können auch Mandarine, Bergamotte und Rosmarin vorteilhaft eingesetzt werden. Entweder stellst du dir so eine Mischung her oder du tropfst die einzelnen Öle in den Vernebler oder die Duftlampe. Bitte achte darauf, dass der Duft nicht zu stark wird, weniger ist hier oft mehr, und verwende bitte nur naturreine Öle. Wenn du dann in einer Prüfungssituation oder beim Vortrag die Düfte z.b. auf einem Taschentuch mit nimmst, kannst du das gelernte auch leichter wieder abrufen. Viel Spaß beim ausprobieren, schreib mir von deinen Erfahrungen.

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