Warum es auch ok ist, kein Ziel zu haben

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Wenn ich so über Ziele rede und wie wichtig es ist welche zu haben, bekomme ich oft zur Antwort, „ich will gar kein Ziel“, „das ist mir zuviel Stress“, „ich habe auch so genug zu tun“, „ich hab im vergangenen Jahr genug getan“. Über diese Einwände haben ich lange nachgedacht. Neurologisch gesehen ist es für unseren Körper angenehmer Ziele zu haben, denn jedes Mal, wenn wir unserem Ziel etwas näher kommen schüttet das Belohnungszentrum im Gehirn Dopamin aus und uns geht es gut. Der andere Punkt ist, Entscheidungen fallen uns leichter, weil wir wissen wo wir hin wollen und wir uns primär nur fragen müssen, führt uns das zum Ziel oder nicht. So gesehen ist es also anstrengender kein Ziel zu haben, als eines zu haben. Der andere Punkt ist, was betrachten wir als Ziel? Ein Ziel kann auch sein: in diesem Jahr lasse ich es mir gut gehen! Das erreiche ich durch…..Auf diese Weise ist auch hier ein Ziel gesetzt. Natürlich darf man hierbei beachten, dass es wie mit „klassischen“ Zielen ist, wenn du Stress mit „gut gehen lassen“ hast, wird es schwierig und es werden sich genügend Situationen zeigen, die dieses Ziel sabotieren. Wenn es dein Ziel ist, kein Ziel zu haben, hast du dir das schwerste Ziel überhaupt gesetzt. Dein Gehirn hat keinen Ankerpunkt, bei Entscheidungen müssen viele Eventualitäten bedacht werden und das Belohnungszentrum wird seltener angesprochen. Also mein Fazit ist: es ist völlig ok, kein Ziel zu haben, doch ich finde es wesentlich einfacher und schöner eines ( oder gar mehrere) zu haben, die zu mir passen und für mich erreichbar sind!

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